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Inhalt

Fitness und Entspannung

Qi Gong - Methode und Zielsetzung

Qi Gong Yang Sheng Kurse mit blinden, sehbehinderten und sehenden Teilnehmern

Einleitung

Im Unterschied zu bewegungsorientierten Aktivitäten regelsichtiger Menschen, die in ihren Hauptbeanspruchungsformen in erster Linie auf die Steigerung von Kraft, Geschwindigkeit und Ausdauer abzielen, und dann Koordination und Flexibilität trainieren, ist es für die sportliche Betätigung blinder und hochgradig sehbehinderter Menschen eher realisierbar, Übungen zu erlernen, die zunächst auf die Steigerung von Koordinations- und Konzentrationsfähigkeit und danach auf die Steigerung der Ausdauer (Torball, Goalball, Schwimmen, Rudern) abzielen.

Das Training neuromuskulärer Steuerprozesse wie es bei körperlichen Koordinationsübungen (Zusammenwirken von Zentralnervensystem und peripherer Skelettmuskulatur) und entsprechenden Konzentrationsübungen erfolgt, steigert bzw. übt die gesamte Motorik und Sensorik und führt über die Entwicklung von Bewegunsautomatismen (motorisch-dynamischer Stereotype) zu einer gewissen Steigerung der Mobilität und Sicherheit des Übenden.

Gerade für blinde und stark sehgeschädigte Menschen ist das Training von Motorik und Sensorik wichtig, da der Sehapparat nicht oder nur teilweise eingesetzt werden kann und auf andere Wahrnehmungssysteme, wie Hören, Spüren/Tasten, Riechen und Schmecken kompensatorisch ausgewichen werden muss.

Die Übungen des Lehrsystem "Qi Gong Yang Sheng " nach Prof. Jiao Guorui der chinesischen Atem- und Bewegungslehre sind meines Erachtens sehr gut geeignet, neben der an sich gesundheitsfördernden und erhaltenden Wirkung dieser dritten Säule der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) zusätzlich die o. g. mobilitäts- und motorikfördernden positiven Effekte zu erzielen.

Bei regelmäßiger Übung wird die körperliche Konstitution deutlich gesteigert und das geistig/seelische Wohlbefinden genährt, was schließlich auch zu Selbstvertrauen und Selbstsicherheit führt.

Zumindest sind das meine guten Erfahrungen, die ich innerhalb der letzten Jahre mit regelmäßigem Üben gemacht habe. Aufgrund meiner beruflichen und persönlichen Erfahrungen mit hochgradiger Sehbehinderung konnte ich feststellen, welche Hürden auf dem Weg des Erlernens neuer und ungewohnter Bewegungen zu nehmen sind. Wenn sowohl in der Literatur, als auch im Rahmen von Unterrichten vornehmlich auf optische Wahrnehmung und Darstellung abgezielt wird.

Während meiner langjährigen Suche nach einer geeigneten gesunderhaltenden und vorbeugenden Körperschulung bin ich auf das Lehrsystem "Qi Gong Yang Sheng" nach Prof. Jiao Guorui gestoßen. Die Inhalte und Wirkungen der Übungen des Lehr- und Übungssystems einerseits und die präzise - auch verbal exakte - Beschreibung der Übungen in der Fachliteratur andererseits, als auch die Lehrmethoden der Seminarleiter der medizinischen Gesellschaft für Qi Gong Yang Sheng e. V., welche mir stets verbale Anleitung und Rückkopplung zusätzlich zur Darstellung der Übungsformen gaben, haben mich motiviert und einen vollständigen Zugang zu den Übungen ermöglicht.

Als Mitglied der medizinischen Gesellschaft für Qi Gong Yang Sheng habe ich mir das Ziel gesetzt, das Übungsangebot möglichst vielen interessierten blinden, sehbehinderten und sehenden Menschen zugänglich zu machen. Hierzu habe ich spezielle Lehrgänge für Blinde und Sehbehinderte und deren sehenden Begleitpersonen konzipiert und angeboten. Dies unter anderem im Kur- und Begegnungszentrum Saulgrub des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbundes e. V., da diese Einrichtung schon durch ihre Bestimmung seh-geschädigtenfreundlich ist und entsprechende Rahmenbedingungen bereitstellt. Weitere Seminare sind beispielsweise für den Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und beruf e.V. DVBS in Marburg in Vorbereitung.

Um vor allem sehbehinderten Menschen mit starker Einschränkung der figuralen Wahrnehmungsfähigkeit und nichtsehenden Menschen zusätzliche Zugangsmöglichkeiten und Gelegenheiten zum Erwerb oder zur Vertiefung ihrer Kenntnisse zu ermöglichen, habe ich die nachfolgende Arbeit als Anregungsmaterial für Übungsleiter des Qi Gong Yang Sheng verfasst, die in ihrer örtlichen Umgebung blinde und sehbehinderte Menschen in ihren Kursen integrieren möchten oder bereits integriert haben.

Selbstverständlich können Sie auch direkt mit mir oder der Medizinischen Gesellschaft für Qi Gong Yang Sheng Kontakt aufnehmen. Inzwischen gibt es auch ein Fortbildungsseminar "Qi Gong mit Sehgeschädigten".

Hohenstadt, den 29.Dezember 2010 Ingo Gebler

Zielsetzung

Zielsetzung dieser Arbeit ist es, die besondere Nützlichkeit der Übungen des Qi Gong Yang Sheng für sehgeschädigte Übende herauszustellen und einen Beitrag zur Integration blinder und sehbehinderter Menschen im Sinne einer möglichst flächendeckenden Zugänglichkeit zu gesundheitsfördernden Übungen des Qi Gong Yang Sheng zu leisten.

Hierbei sollen geeignete Methoden der Unterrichtsgestaltung mit und für sehgeschädigte Lernende dargestellt werden, die eine erfolgreiche Teilnahme dieser Zielgruppe an regelmäßig angebotenen Kursen begünstigt. Einen großen Vorteil bietet dabei schon das besondere Augenmerk auf eine präzise verbale Beschreibung in den Kursen der Medizinischen Gesellschaft für Qi Gong Yang Sheng e. V. und die exakte textuale Verbalisierung der Übungsformen in der Fachliteratur des Qi Gong Yang Sheng nach Prof. Jiao Guorui.

Schließlich werden ein Vorschlag für den didaktischen Aufbau eines Lehrabschnitts, geeignete Hilfsmittel und Lernmaterialien vorgestellt. Zur auditiven Illustration liegt dieser Arbeit eine im Zuge einiger Kurse mit sehgeschädigten und sehenden Teilnehmern entwickelte Audio-CD bei, deren Entstehen dem Wunsch einiger Teilnehmer entsprach, die nach einer geeigneten Hilfestellung zum Erhalt ihrer Kenntnisse suchten. Diese erste CD hat die Vorbereitungs- und Abschlußübungen des Qi Gong YangSheng zum Inhalt. Das auditive Medium wurde einer Blindenschriftversion vorgezogen, um den Bewegungsanteil der Übungen nicht durch taktiles Lesen mit den Fingern zu unterbrechen. Übersetzungen erster Texte von Prof. Jiao Guorui in Blindenkurzschrift wurden von mir zusätzlich erstellt und stehen bei der Geschäftsstelle der Medizinischen Gesellschaft für Qi Gong Yang Sheng bedarfsorientiert zur Verfügung. Des Weiteren liegt dieser Arbeit ein Video bei, das mit einfachsten Mitteln erstellt wurde, und Aspekte des Unterrichts im Hinblick auf räumliche Gestaltung, Einsatz von Musik und Durchführung von Partnerübungen auch optisch illustrieren soll.

Gestaltung des Übungsraums - kinesthätische Ankerpunkte:

Photo Stuhlkreis Für das gute Gelingen eines Kurses ist das persönliche Wohlbefinden der Teilnehmer von großer Bedeutung. Neben der persönlichen Begrüßung durch den Kursleiter, ist die individuelle Vertrautheit mit dem Übungsraum und ggf. anderen benötigten Räumlichkeiten wichtig, da von sehgeschädigten Menschen ein optischer Eindruck und Überblick nicht oder nur eingeschränkt erfahren werden kann. Ein körperliches Erkunden durch Ablaufen und Abtasten ist nötig.

Als Ausgangs- und Ankerpunkt hat sich ein Stuhlkreis bewährt, der in der Mitte des Raumes, relativ eng gestellt, vor dem Kursbeginn aufgebaut wird. Durch den engen Stuhlkreis mit geringen Abständen zwischen den einzelnen Stühlen und Sitzflächen nach innen, kann der Kreis bei eigenständigem Erkunden (mit Hinweis durch den Kursleiter: "In der Mitte des Raumes befindet sich ein Stuhlkreis - dort können Sie sich einen Platz aussuchen ...") leicht gefunden werden und durch Weitertasten an der Kreisperipherie entlang über die Lehnen ein freier Stuhl gefunden werden. Zaghaftere Erkunder können zum Stuhlkreis hingeführt werden und dann einen freien Stuhl alleine suchen.

Von diesem Stuhlkreis aus kann nun der Raum erkundet werden und regelmäßig, egal aus welcher Wandrichtung des Raumes, leicht zurückgefunden werden. Nach verbaler Beschreibung der Raumwände ggf. mit besonderen Hinweisen auf Markierungen, wie Fenstern und Türen oder Nischen, kann die Erkundung beginnen.

Über den gesamten Kursverlauf hinweg, wird der Stuhlkreis als Raumanker genutzt. Sobald mit den Übungen begonnen wird, werden von den Teilnehmern jeweils Ihre Stühle um etwa einen Meter nach hinten verschoben. Hierdurch ergibt sich ganz automatisch ein ausreichender Abstand zum Nachbarn, so dass es keine gegenseitigen Beeinträchtigungen in der Bewegungsfreiheit gibt; denn die optische Rückkopplung fehlt ja ganz oder teilweise. Durch das eigenständige Zurückschieben des eigenen Stuhles ist jederzeit klar, wo sich der Stuhl befindet, er kann zur persönlichen räumlichen Ausrichtung und Positionierung genutzt werden und steht jederzeit für Ruhepausen nach eigener Befindlichkeit zur Verfügung, ohne dass die Aufmerksamkeit oder Hilfestellung anderer erbeten werden muss!

Der Kursleiter steht in der Mitte des Kreises, wenn er Übungen anleitet und alle Teilnehmer haben dadurch einen ungefähr gleichen Abstand zur auditiven und bei vorhandenem Sehrest auch einen gleichen Abstand zur optischen Informationsquelle. Der Übungsleiter soll sich bemühen, die Anleitung und Darstellung der Übungen möglichst so zu wiederholen, dass vor allem für Teilnehmer mit Sehrest, verschiedene Ansichten (vorne, hinten, seitlich, diagonal) der Übung dargeboten werden. Hierdurch kann eine räumliche Vorstellung der gesamten Übung entwickelt werden, die bei frontaler Darstellung nicht gegeben wäre und zusätzlich freie Sicht mit geringem Abstand zum Übungsleiter für Sehbehinderte aus verschiedenen Beobachtungspositionen heraus gewährleistet werden. Würde umgekehrt der Kursleiter seine räumliche Position nicht um den Kreismittelpunkt rotieren lassen, so müssten die sehgeschädigten Teilnehmer durch den Stuhlkreis wechseln, was zu einer gewissen Unruhe führen würde.

Verbalisierung und Nutzung von Vorstellungsbildern

Die Analoguhr als Hilfsmittel zur Verbalisierung räumlicher Positionen und Bewegungen

Zur Beschreibung von Richtungen hat sich sowohl beim Training sehgeschädigter Menschen im Bereich der "lebenspraktischen Fertigkeiten" (Kochen, Essen, Bewegen ...) als auch im Blindensport, die Nutzung der Zeiger und Uhrzeiten der analogen Uhr bewährt. Dieses Modell ist bereits zur militärischen Nutzung im Flugbetrieb und in der Medizin zur Angabe von Richtungen und Lokalisierung von Körperregionen genutzt wurden. In den Blindensport wurde das Modell Anfang der 80er Jahre von Prof. Hildenbrand und Dr. H. Scherer (Universität Marburg) übernommen. Hierbei wurde insbesondere das Ski-Fahren mit blinden Schülern erschlossen. Für das Mobilitätstraining wurde diese Methode ebenfalls in dieser Zeit übernommen.

Durch die Einteilung der Analog-Uhr in 12 Stunden können grundsätzlich mittels der Zeiger 12 Richtungen präzise angegeben werden. Hierbei bedeutet 12 Uhr "gerade aus" und 6 Uhr "rückwärts". Entsprechend ist allen 12 Ziffern eine Richtung zugewiesen, die auf 30° genau definiert ist (360 / 12 = 30°).

Besonders geeignet ist dieses Modell für die Vermittlung von Ständen, Fußpositionen und Schreitrichtungen. Bei der Erläuterung des "Natürlichen Stehens" i. S. des Qi Gong Yang Sheng ist zum Beispiel die folgende Beschreibung / Vorstellung geeignet:

"Wir stehen auf einer Analog-Uhr, die wir uns auf dem Boden vorstellen, hierbei bilden die Füße die beiden Zeiger, der linke Fuß zeigt nach 11 Uhr, der rechte Fuß nach 1 Uhr."

Diese Beschreibung ist ausreichend, um zunächst die grobe Anforderung der Bein- und Fußstellung darzustellen. Beim Übergang in den schulterbreiten Stand" kann dann beispielsweise der "1-Uhr-Zeiger" also rechte Fuß auf "12 Uhr " gedreht werden. Die Angaben werden hierdurch sehr eindeutig und gut nachvollziehbar. Nimmt man nun den Belastungswechsel der Füße hinzu, verbindet Steigen und Sinken ent-sprechend mit der Gewichtung und setzt ggf. den Fuß eine Fußlänge nach vorne - verlängert also die Zeigerbahn, so können mit dieser Methode auch andere Stände bzw. Schritte wie der Sitzbogenschritt und Bogenschritt vermittelt werden, ohne dass "abgeschaut" oder "angefasst" werden muss.

Es ergibt sich also aus der Anwendung des Bildes einer Analog-Uhr eine gute Möglichkeit präziser Verbalisierung und zusätzlich der Effekt, dass mehrere sehgeschädigte Teilnehmer gleichzeitig durch einen Übungsleiter unterwiesen werden können.

Die Vorstellung der analogen , also Uhr mit Zeigern, ist blinden wie sehenden Übenden gleichermaßen bekannt und kann so auch integrativ genutzt werden, wenn sehende und Sehgeschädigte gemeinsam angeleitet werden. Davon unabhängig steht den sehenden Teilnehmern eine zweite konkrete Wahrnehmungsebene, nämlich die auditive, neben der optischen zur Verfügung. Selbstverständlich wird die optische Darstellung auch in Lehrgängen für blinde und sehbehinderte Teilnehmer angeboten, denn anderenfalls wäre die Darstellung inkongruent und für Menschen mit Sehrest sind auch eingeschränkte optische Wahrnehmungen hilfreich.

Alltägliche, gegenständliche Vorstellungsbilder als Beschreibungshilfe zur Vorbereitung

Es hat sich herausgestellt, dass der persönliche Korrekturaufwand sich stark mindern lässt, wenn aus dem alltäglichen Leben bekannte Gegenstände oder Bewegungsmuster als Vorbereitung auf die eigentliche Körperhaltung aus dem Qi Gong Yang Sheng im Voraus geübt werden, um Grundhaltungen und Raumpositionen und Bewegungen möglichst eindeutig verbalisieren zu können. Aus diesem Grund wird im Kurs und auch auf meiner Audio-Begleit-CD vor der jeweiligen Qi Gong-Übung ein Vorbereitungsteil angeboten, der Bewegungsmuster grob einführt. Diese Muster fallen sukzessive weg und führen dann zu konkreten Anleitungen für die Qi Gong-Übungen. Hierbei soll darauf geachtet werden, dass die Hilfskonstrukte angeboten und nicht zu ernst genommen werden bzw. Ersatzbilder nicht zu Verfälschungen der intendierten gesundheitsfördernden Übung des Qi Gong Yang Sheng werden. Es darf also nicht passieren, das aus der Übung "stehen wie eine Kiefer", die Übung "stelle eine Suppentasse dar" wird! (vgl. Beispiel unten).

Es wird also empfohlen Alltagsbewegungen zur Vermittlung heranzuziehen, die gewisse Verwandtschaft mit der avisierten Körperhaltung oder -bewegung haben. Diese zunächst nur teilweise mit der gewünschten Körperhaltung übereinstimmenden Körperbilder können dann stetig zur eigentlich gewünschten Übung hin verfeinert werden.
Wichtig ist die Vertrautheit mit dem vorgeschlagenem Körperbild und die richtige Ausgangsbasis für die gewünschte Körperhaltung bzw. Bewegung.

Zum Beispiel kann die Armhaltung der ersten Vorbereitungsform "stehen wie eine Kiefer" mit der pantomimischen Darstellung einer Suppentasse mit zwei Henkeln eingeleitet werden. Die Hände können dann abgelöst werden und eine Verbindung der Mittelfinger zu der äußeren Beinmittellinie imaginiert werden; an dieser Stelle wird auch im Originaltext mit einem Hilfskonstrukt nämlich der Vorstellung einer "Hosennaht" gearbeitet.
Als ein weiteres Beispiel kann die schiebende Bewegung bei "Die fünf Finger zeichnen das Tai Chi" mit dem Schieben eines Tellers auf dem Tisch von mir weg oder das heranziehen des Tellers oder der Schüssel zu mir hin beschrieben werden.
Die Feinarbeit der Finger und Handgelenke lässt sich dann entwickeln, wenn die Grobbewegung "sitzt".
Das Schieben des Berges kann in der Grundbewegung zum Beispiel mit dem Schieben eines Einkaufswagens verglichen werden.
Die grundlegenden Drehbewegungen und Abstände zwischen Gliedmaßen werden vorbildlich durch die verbale Beschreibung des Qi Gong Yang Sheng in der Fach-Literatur in persönlich nachvollziehbaren Körpermaßen angegeben. Zum Beispiel eine Faust breit Abstand von der Brust...oder eine Unterarmlänge vom Ellbogen entfernt. Diese Maße können weitestgehend persönlich nachvollzogen werden, auch wenn eine optische Kontrolle nicht möglich ist. Hierzu sind allerdings manchmal ein paar Tricks oder besser Ideen nötig!

Wie können Vorstellungsbilder erfolgreich genutzt werden?

Grundsätzlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass "bildliche" Beschreibungen, die der kinästhetischen Wahrnehmungswelt entlehnt sind bei der verbalen Erläuterung von Körperhaltungen hilfreich sind. Diese sollten dem Erfahrungshorizont der Teilnehmer entsprechen. Ein geburtsblinder Mensch hat beispielsweise ganz andere Vorstellungen von Gegenständen und Landschaften als ein späterblindeter Mensch, der über eine optische Repräsentation der Umwelt verfügt.
Ein Berg beispielsweise kann in der Vorstellungswelt eines Geburtsblinden als eine körperlich wahrnehmbar stetige Ansteigung oder abschüssige Fläche präsentiert sein, die eher mit Beschwerlichkeiten verbunden ist als mit Ruhe und Erhabenheit. Andererseits kann ein erlebter Urlaub im Gebirge als angenehm, beruhigend und erholsam empfunden worden sein, obwohl kein Berg tatsächlich optisch oder körperlich erfahren wurde. Ein Vogel beispielsweise könnte akustisch vielleicht als fröhlich zwitscherndes Lebewesen oder als nicht greifbares, flatterndes ggfs. bedrohliches Lebewesen wahrgenommen werden. Dementsprechend können Vorstellungsbilder, wie auch bei normalsichtigen Menschen zu unterschiedlichen Gefühlen , die mehr oder weniger als angenehm oder unangenehm empfunden werden, interpretiert werden.

Es kann angenommen werden, dass es hilfreich ist, mit dem jeweiligen Teilnehmer rückzukoppeln, ob er damit vielleicht Schwierigkeiten hat oder sogar eine andere Vorstellung verbindet. Möglicherweise kann ein gewünschtes Vorstellungsbild gemeinsam mit dem blinden Teilnehmer gefunden werden, indem das Gefühl (z. B. Leichtigkeit) abstrakt besprochen wird und dazu passende Umweltrepräsentationen der Wahrnehmungswelt des Blinden gemeinsam gesucht werden. Je nach Vertrautheit der Übungsgruppe untereinander können emotionale Verknüpfungen mit konkreten Vorstellungsbildern auch im Plenum besprochen werden. Allerdings ist hierbei nicht auszuschließen, dass einzelne ihre persönlichen Empfindungen nicht frei offenlegen möchten. Insoweit wäre für Gruppenkurse ein Angebot an Vorstellungsbildern hilfreich, dass nach Erfahrungswerten weitestgehend gleichartig interpretiert wird. Dies sind beispielsweise alle Angebote, die mit Wasserwiderständen und Beschreibungen wie "Steigen, Sinken, Öffnen und Schließen" verbunden sind.
Eine Leichtigkeit der Arme oder des ganzen Körpers könnte mit dem Aufenthalt in stark tragendem Thermal- oder Salzwasser stehend verbunden sein. Hierbei würde aber das Gefühl einer festen Verwurzelung verloren gehen, da ja auch die Beine leicht werden und zum Steigen neigen. Das Waten in Wasser oder gegen die Flußrichtung oder in Schlamm bzw. Sand usw. kann als hilfreicher Vergleich genutzt werden, denn diese Erfahrungen sind vom Sehvermögen unabhängig.
Hierbei sollte jedoch auch, wie immer, auf persönliche Affinitäten geachtet werden.
Einige Beispiele von Antworten, die blinde Teilnehmer auf folgende Frage zur persönlichen Vorstellung gegeben haben:

Wie stellt Ihr Euch Wolken vor und was empfindet Ihr möglicherweise bei dieser Vor-stellung?
A: Ich stelle mir einen Schwamm vor, der etwas feucht ist. B: Ich stelle mir Wolken so wie ein Brett mit Rundungen vor, das man auf den Tisch legen kann. C: Wolken haben für mich so etwas wie Schatten oder wenn die Sonne nicht mehr angenehm warm ist und sich eine Wolke davor schiebt. D: Ich stelle mir so etwas pfluffig, flauschig, bauschiges vor; das man zupfen kann. E: Ich stelle mir etwas dampfiges, so wie Wasserdampf vor.

Diese verschiedenen Vorstellungen von Wolken führen zu sehr unterschiedlichen Interpretationen von "Zerteile die Wolken und trage den Mond". Ich nehme an, die jeweiligen Interpretationen sind weitestgehend gelernt, zumindest kann ich mir gut erklären, wie manche der Beschreibungen vermutlich zustande gekommen sind. Nämlich auf die Frage des blinden Menschen im Laufe seiner Entwicklung hin: Wie sehen eigentlich Wolken aus? Wurden von sehenden Menschen Beispiele herangezogen, die optisch "Der Schwamm" oder gegenständlich "Das Brett, vielleicht ein Vesperbrett in Wolkenform" an eine Wolkenform erinnern.
Diese Erklärung wurde gelernt , so wie ein blinder Mensch auch von Farben spricht, die er als ggf. "Geburtsblinder" nie gesehen hat und trotzdem die nicht erlebten Farbbegriffe alltäglich nutzt z. B: "Rot steht mir ganz gut!". Ein weiterer Aspekt, der optische Vorstellungsbilder eingeschränkt verwertbar macht, besteht darin, dass ein sehgeschädigter Mensch verhältnismäßig selten Gelegenheit hat, seine Repräsentation optischer Inhalte eigenständig abzuwandeln oder anzupassen , wie es ein sehender Mensch während einer Vielzahl von Wahrnehmungsautomatismen (z. B. Wolkenformen und -qualitäten) jeden Tag ganz nebenbei erleben kann.

Eine ähnliche Vorstellungsdiversifizität wie bei den Wolken dürfte sich für die Vorstellungsbilder des Mondes ergeben. Das Bild des Mondes an sich birgt schon eine Vielzahl von unterschiedlichsten Empfindungs- und Vorstellungsvarianten. Schon die Frage der Wirkung des Mondes auf Befindlichkeiten und deren einerseits physikalische Begründung aber auch andererseits der Welt des Glaubens und der Annahmen zugeordnete Interpretationen machen es schwierig, eine spezielle Adaption für Sehgeschädigte zu finden. Der Mond ist zumindest ein optisches Ereignis und nicht tatsächlich greifbar. Der Symbolgehalt des Mondes in unserer Kultur ist mit großer Wahrscheinlichkeit in den Übungen des Qi Gong Yang Sheng nicht intendiert. Dieses Thema wäre ein interessantes Feld, das auch weitere Symbole wie zum Beispiel "Drachen" einbeziehen könnte. Im Rahmen der Beschreibung der zweiten Form der 15 Ausdrucksformen des Tai Chi Qi Gong für sehgeschädigte Teilnehmer habe ich bisher eine angenehm kühle Kugel beschrieben, die gegen einen Wasserwiderstand nach unten gesenkt wird. Hierbei bin ich allerdings von meiner persönlichen, nüchternen Betrachtung beeinflusst.

Interpretation räumlicher Begriffe

Die Wahrnehmungswelt und die Vorstellung von Distanzen weicht bei blinden und sehenden Menschen oftmals stark voneinander ab, wenn es um Bewegungen im Raum und die Interpretation von weit und nahe geht. Sie können dies auch selbst leicht ausprobieren, indem Sie sich einmal in einen Raum führen lassen, den Sie zuvor nie gesehen haben; diesen blind erkunden (z. B. durch Aufsetzen einer Schlafbrille), den Raum verlassen und Ihn nach einiger Zeit (ca. 10 Minuten) optisch erkunden. Vergleichen Sie die beiden Repräsentationen in Ihrer Vorstellungswelt. Vermutlich haben Sie verschiedene Vorstellungen der Maße und Gegenstände in diesem Raum. Diese Erfahrung läßt sich dann sicher gut bei der Beschreibung und Einschätzung von Weite, Öffnung und Schließung, Steigen und Sinken verwenden.

Insgesamt habe ich die Erfahrung gemacht, dass Beschreibungen, die Vorstellungen und Empfindungen der sehgeschädigten Teilnehmer einbeziehen und als Angebot präsentiert werden, den größten Nutzen erbringen.
Ein "Beschreibungs-Angebot" könnte sprachlich ähnlich wie der folgende Satz dargeboten werden: "... und wenn Sie möchten / Ihr möchtet , könnt Ihr euch eine/einen ..... vorstellen ..."

Eigenständige Bewegungskontrolle - Ohne optische Korrekturmöglichkeit

Die eigenständige Bewegungskontrolle ist für blinde und hochgradig sehbehinderte Übende optisch nicht oder nur eingeschränkt möglich. Daher sollten Kontrollmöglichkeiten über tastbare Hilfsmittel oder durch Abtasten eines Partners genutzt werden. Letzteres hängt natürlich auch von der Vertrautheit mit dem Partner ab.

Hilfsmittel zur Bewegungskontrolle:

Zur Vereinfachung der Darstellung und besseren Unterstützung sowie Selbstkon-trollmöglichkeiten bei der Unterweisung werden für die Zielgruppe blinder und seh-behinderter Teilnehmer Hilfsmittel wie der Tai Chi Griffel eingesetzt, die üblicherweise nicht in Unterrichten zu Qi Gong Yang Sheng verwendet werden und nach Einübung der Formen weggelassen werden.

Als Hilfsmittel der eigenständigen Bewegungskontrolle bieten sich z. B. tatsächliche Bälle an, dass insbesondere auch bei Drehbewegungen und hebenden Bewegungen wie bei "Reguliere den Atem, beruhige den Geist" oder "Zwei Bälle tragen". Das Hilfsmittel soll dabei nur die grundlegende Bewegung unterstützen, bei der Verfeinerung macht dann die Schwerkraft nicht mehr mit, da muss die Vorstellung eingesetzt werden. Aber der Ball wurde begriffen und ist damit in der persönlichen Vorstellungswelt verankert .

Zum Ausgleich von Höhenunterschieden zum Beispiel linke und rechte Hand und Daumen und Zeigefinger auf einer Ebene, kann ein leichtes Brett oder Buch oder bei weiteren Abständen ein Stab genutzt werden, so ist ein körperliches und tastbares Messinstrument vorhanden; es kann auf die optische Selbstkontrolle verzichtet werden.

Als besonders geeignetes Hilfsmittel hat sich der sogenannte Tai Chi-Griffel und der Blindenstock erwiesen. Ersterer wegen seiner vielseitigen Verwendbarkeit und Letzterer wegen der unmittelbaren Verfügbarkeit (fast jeder Blinde trägt einen Blindenstock bei sich).

Blindenstock

Der Blindenstock ist ein persönlicher und bewährt hilfreicher Gegenstand. Beispielsweise zur Selbstkontrolle der Armhöhen während der seitlich hebenden Phase "...Zerteile die Wolken als Teil der zweiten Form der 15 Ausdrucksformen des Tai Chi Qi Gong, kann der Blindenstock links und rechts in die "Kehlung" der Hände (Daumen-Zeigefinger-Tigermaul) gelegt werden. Hierdurch ist ein gleichmäßiges Steigen der Arme persönlich nachvollziehbar, denn anderenfalls würde der Stock in eine Schieflage kommen und rutschen. Aufgrund des geringen Gewichtes (Aluminium) ist das "Heben" nicht beschwerlich und somit auch nicht bewegungsfremd.

Photo Blindenstock

Eine Vorstellung der Leichtigkeit (Wolken zerteilen) bleibt haltbar. Selbstverständlich fällt die Nutzung des Blindenstocks nach einiger Übung zur Erreichung der Bewegungssymetrie weg, denn es gilt zu vermeiden, dass das Hilfsmittel einen zu großen Stellenwert erhält und so den übungsimmanenten Prinzipien (Korrektheit der Übung; Rechtes Maß) des Qi Gong Yang Sheng abträglich wäre.

Tai Chi-Griffel als Hilfsmittel:

Photo Tai Chi-Griffel Sehgeschädigtenfreundliche, individuelle Hilfestellung durch den Übungsleiter

Bei der Korrektur von Körperhaltungen durch Anfassen ist in jedem Fall eine Ankündigung notwendig. hierbei soll die üblicherweise optische Information (Augenkontakt ) über die Identität des "Gegenüber" und die zu vermutende Absicht akustisch kompensiert werden und deutlich wahrnehmbar bzw. interpretierbar sein. Die individuelle Haltungskorrektur durch sanftes Führen der Bewegung ist für den Erfolg hinsichtlich feiner Bewegungen von großer Bedeutung. Wird hierbei auch die jeweils vorgenommene Korrektur verbal begleitet, so erhöht sich der Verstehensgrad und andere Teilnehmer können partizipieren. Hierdurch werden Lehrläufe im Anleitungs- und Übungsfluss vermieden und möglichen Verunsicherungen vorgebeugt.
Eine andere Möglichkeit der Aktivierung der jeweils nicht persönlich betreuten Teilnehmer besteht darin, während der "Korrektur-Runde" eine Partnerübung durchführen zu lassen, die ein Beschäftigungsangebot darstellt und zum eigenständigen Üben anregt.
Meine Empfehlung kurz gesagt: "Während der Korrektur stetig Sprechen und die eigenen Handlungen kommentieren".

Photo individuelle Korrektur

Für Teilnehmer die noch einen nutzbaren Sehrest besitzen, ist es auch hilfreich, einen Übungsaspekt oder eine Form individuell, aus unmittelbarer Nähe betrachtbar, vorzuführen. Hierbei kann der Übungsleiter darauf achten, dass er kontraststarke Kleidung trägt. Zum Beispiel dunkle Hose, helles oder leuchtendes Oberteil (Rot, Gelb).

Einsatz von Musik

Nach den jeweiligen Erklärungs- und Übungsabschnitten, sowie der Zusammenführung von einzelnen Bewegungsabschnitten zu einer ganzen Form, ist es sehr hilfreich eine Übungsphase einzuleiten, die nur durch eine geeignete Musik unterstützt wird. Hierbei hat jeder Übende die Möglichkeit die Bewegung im eigenen Tempo zu verinnerlichen, eine fließende, runde Abfolge der Übung zu erarbeiten und Stockungen abzubauen. Insbesondere chinesische und japanische Musikstücke haben sich als geeignet herausgestellt, da die fließenden und wiederkehrenden Rhythmen die Übung im, "körperlichen Gleichklang" erlauben und unterstützen. Hierbei müssen nicht unbedingt langsame, weiche und leise Stücke im Vordergrund stehen, vielmehr ist auch ein eher yang-orientiertes Stück für den einen oder anderen Teilnehmer, der etwas mehr Kraft in eine Übung einfließen lassen will, gut geeignet.

Zusammenfassung Methodik/Didaktik

Methoden

  • Intensive verbale Anleitung unter Nutzung von Alltagsbildern mit vornehmlich ki-nästhetischen Zugangswegen
  • Hilfestellung bei der Übertragung übungsabhängiger optischer Vorstellungsbilder zur Steigerung der inneren Übungsqualität in geeignete Vorstellungsbilder anderer Wahrnehmungskanäle
  • Nutzung geeigneter Hilfsmittel, wie z. B. den Tai Chi Griffel, einen Blindenstock oder einen Ball zur kinästhetischen Selbstkontrolle.
  • Individuelle Korrektur der Körperhaltung
  • Nutzung rythmisiernder, fließender Musikstücke zur Förderung runder und weicher Bewegungsabläufe.
  • Partnerübungen zur gegenseitigen Hilfestellung und Vertrauensbildung

Besonders für Sehgeschädigte förderliche Wirkungsschwerpunkte

  • Förderung der körperlichen Beweglichkeit; insbesondere Problembereiche (Schultern, Rücken, Arme) im Sinne von "Unten fest - Oben leicht"
  • Steigerung der Mobilität durch Förderung und Übung des Körperbewußtseins und der Körpersymetrie im Sinne der "Entspannung Ruhe und Natürlichkeit"
  • Sensibilisierung für ausgewogene, symetrische Körperhaltungen mit Funktionsbezug zum teilweisen Ausgleich sehschädigungsbedingter Körperfehlhaltungen im Sinne des "richtigen Maß"
  • Förderung der Vorstellungskraft übungsabhängiger Vorstellungsbilder zur Steigerung der inneren Übungsqualität im Sinne "Vorstellungskraft und Qi folgen einander"

Vorschlag für den didaktischen Aufbau eines Lehrabschnittes:

Es sollte ein synthetisch/induktiver Aufbau bevorzugt werden, dessen Einzelkomponenten abschließend zur Gesamtübung zusammengeführt werden (vgl. Aufbau der Audio CD). Eine Darstellung der gesamten Übung und anschließende Zergliederung in Teilabschnitte (ganzheitlich/deduktiv) führt aufgrund der Informationsfülle und hinsichtlich des zu verbalisierenden Inhalts zu Verständnisproblemen und Brüchen in der Verfolgbarkeit der Anleitung. Nach Klärung von Teilaspekten und Zusammenführung der einzelnen Abschnitte genügen wenige eingeführte Begriffe als Auslöser (Ankerbegriff) um eine Bewegung oder Körperhaltung exakt mit Worten anzuleiten. Bewegungen des Ober- und Unterkörpers sollten separat erklärt werden, die Bewegung des Oberkörpers wenn möglich auf dem Stuhl sitzend um den Unterkörper in eine fixierte Position zu bringen. Anschließend sollten beide Bewegungen in Gleichklang gebracht werden. Zug um Zug werden kleine Einzelabschnitte in eine Gesamtbewegung zusammengeführt. die Übung der Einzelabschnitte fällt schließlich weg und kann "vergessen" werden.

Methode Dauer
Intensive Verbalisierung unter Nutzung von Alltagsbeispielen bei gleichzeitiger aktiver Beteiligung der Teilnehmer ohne Korrektur 1 bis 2 Minuten
Individuelle Korrektur oder Einsatz eines Hilfsmittels zur Selbstkontrolle Bei 8 Teilnehmern 10 bis 15 Minuten
Anleitung einer Partnerübung (falls geeignete vorhanden); einmal mit jedem Kursteilnehmer je Teilnehmer etwa 1 Minute
Partnerübung der Teilnehmer mit wechselnder Partnerbildung so lange es Spaß macht; längstens 10 Minuten
Eigenständiges Üben mit Musik und ohne Anleitung etwa 3 Minuten
Besprechung von Einzelfragen ggf. mit Individualanleitung abhängig von Art und Umfang der Fragen

Materialien zur Ergänzung theoretischer Inhalte

Als spezielle Arbeits- und "Anschauungsmaterialen" stehen bisher folgende Hilfen zur Verfügung:

Audio CD

Diese erste CD hat die Vorbereitungs- und Abschlussübungen des Qi Gong Yang-Sheng zum Inhalt. Das auditive Medium wurde einer Blindenschriftversion vorgezogen, um den Bewegungsanteil der Übungen nicht durch taktiles Lesen mit den Fingern zu unterbrechen.

Blindenschrift-Drucke

Übersetzungen erster Texte von Prof. Jiao Guorui in Blindenkurzschrift wurden von mir erstellt und stehen bei der Geschäftsstelle der Medizinischen Gesellschaft für Qi Gong Yang Sheng bedarfsorientiert zur Verfügung.

Lehr- und Lernposter

Für den Unterricht habe ich bisher zwei taktile und stark kontrastierte Poster entwickelt, die sowohl in groß, kontrastierter Schrift, als auch in Blindenschrift beschriftet sind. Zusätzlich enthält das Poster "Yin - Yang" ein tastbares Tai Chi-Symbol, welches mit Papp-Material und Schnüren erstellt wurde. Siehe auch Photo.

Photos Poster

Schlußbemerkung

Ich hoffe, mit dieser Arbeit Aufmerksamkeit und Interesse für eine spezielle Ausprägung des Übens von Qi Gong Yang Sheng geweckt zu haben und freue mich schon heute auf Anregungen und Ideen.


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